Stärke

Grundlegend und doch so unterschätzt. Vom 9 to 5 bis zur Selbständigkeit.

Ich bin neulich auf einen interessanten Artikel gestoßen, in dem es um die fehlende Wertschätzung am Arbeitsplatz ging und musste sofort an uns virtuelle Assistentinnen denken – nicht nur in Bezug auf unseren jetzigen Job als Selbstständige, sondern in unserem vorherigen Berufsleben als Festangestellte.

Es gibt viele Gründe, die einen zur Selbständigkeit führen und aus denen man in der virtuellen Assistenz landet. Leider ist einer davon häufig die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz. Der Drang mehr zu wollen, als der Vorgesetzte einem zutraut oder einfach sich nichts mehr vorschreiben zu lassen und die eigene Kreativität einsetzen zu können.

„Nur“ eine Assistentin

Ein besonderes Problem wirst du kennen, wenn du als Assistentin in einem Unternehmen gearbeitet hast oder es noch tust: die fehlende Wertschätzung und mangelnde Dankbarkeit für die Unterstützung, die doch für jedes Unternehmen essenziell ist, da es ohne eine Assistentin gar nicht effizient laufen würden. Daraus entwickelt sich leider oft ein Rattenschwanz: Es ist schwierig, stolz auf sich und seine Arbeit zu sein, wenn man gar kein Feedback bekommt oder nur negatives, wenn etwas schief oder nicht gut läuft.

Denn uns gut fühlen mit dem was wir tun, einen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten und dass die Arbeit einen gesellschaftlichen Nutzen hat wollen wir alle. Wir verbringen einen Großteil unsere Zeit mit unserer Arbeit, geben viel und bringen uns voll ein – da steht uns diese Wertschätzung von Vorgesetzten ebenso zu wie zu wissen, dass wir zu etwas beigetragen haben.

Es ist human sich geschätzt fühlen zu wollen und das die eigene Arbeit gewürdigt wird. Auch, dass man die Chance bekommt, berufliche Ziele zu verwirklichen, immer wieder neue Herausforderungen zu bekommen und dass man daran auch wachsen darf – und auf individueller Ebene Erfüllung finden kann. Es ist auch nicht zu viel erwartet, sich am Arbeitsplatz wohl zu fühlen, mit einem angenehmen sozialen Klima zwischen Kollegen, aber auch mit den Vorgesetzten.

 

Ein kleiner, ersetzbarer Teil eines großen Uhrwerkes

Die Erfüllung der eigenen Ziele wird nicht gewährleistet von Unternehmen und Vorgesetzten. Für sie bist du meist ein Teil eines großen Uhrwerkes, dessen Teile, wenn sie nicht gut laufen, einfach ersetzt werden können.

In dem Artikel stand, dass jeder vierte die Loyalität der Firma vermisst und keine Wertschätzung erhält. Jeder vierte. Du, dein Partner, deine Eltern. Einer von euch ist nicht wert geschätzt in seinem Job.

Was daran der größte Widerspruch ist? Firmen erwarten Loyalität. Doch sind zu geizig sie zurückzugeben. Dabei ist eine gute Atmosphäre so wichtig, um auch sein Herzblut in die eigene Arbeit zu stecken und wirklich alles geben zu wollen.

In heutigen Unternehmen, vor allem den Großen mit hunderten von Mitarbeitern, geht die Wertschätzung besonders verloren. Wichtig sind nur dir Resultate, niemand interessiert mehr wie viele Stunden oder sogar Nächte du investiert hast, solange du etwas ablieferst. Solange du deine Arbeit machst, denn nur für die wirst du auch bezahlt.

Oft sind es nicht die Aufgaben selber, die einen unglücklich machen, sondern der Arbeitsplatz und die fehlende oder negative Bindung zum Unternehmen.
Die Wunschvorstellung entspricht oft einfach nicht der Wirklichkeit.

(Anmerkung: Gelegentlich wissen Arbeitnehmer auch nicht, was ihnen überhaupt fehlt oder sie äußern es gegenüber ihren Vorgesetzten einfach nicht, sodass diese natürlich keine Möglichkeit haben, etwas zu ändern. Aber in diesem Beitrag gehen wir von der Situation aus, dass der Unternehmer dem Mitarbeiter gegenüber nicht bemüht ist.)

Aller Anfang ist schwer…

Genau diese Situation führt dann manche von uns, eigenwillig und auf der Suche nach mehr Erfüllung, in die Selbständigkeit – mit der Erwartung, dass die zukünftige Arbeit perfekt wird, da man es sich ja selbst aufbaut, selbst verantwortlich ist, und selbst die Entscheidungen trifft.

Doch ist aller Anfang schwer. Denn sich eine Selbständigkeit aufzubauen, erfordert viel Investitionen, vom Geld bis hin zur Zeit. Und natürlich nicht zu vergessen die Schritte, die unheimlich viel Mut erfordern und die Bereitschaft, seine Komfortzone zu verlassen und sich Schritt für Schritt in neue Gewässer zu begeben.

Man muss sich eines bewusst sein: Diese Wertschätzung, die man nicht in dem Unternehmen erfährt, bekommt man auch nicht einfach so, nur weil man sich selbständig macht. Es erfordert Selbstsicherheit, das richtige Mindset und die richtige Auswahl der Kunden, mit denen man zusammen arbeitet. Denn es gibt viele Auftraggeber, die ihre virtuelle Assistenten nicht wertschätzen, ihnen keine Dankbarkeit zeigen und eine virtuelle Assistentin einfach nur als günstige Alternative sehen um Aufgaben auszulagern.

Das wichtige erste Kennenlern-Gespräch

Aus diesem Grund ist das erste Kennenlern-Gespräch mit einem potenziellen Kunden so wichtig. Man lernt den Kunden und seine Werte kennen und sollte daher auch wirklich Fragen stellen und kommunizieren, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. Insbesondere auch, welche Erwartungen beide einander und an der Zusammenarbeit haben.

Wenn du wertgeschätzt werden möchtest, zeige dies deinem Kunden und fordere es auch ein. Erkläre ihm, das es für dich eine Zusammenarbeit ist und setze auch klare Vorgaben und äußere, worauf du Wert legst.
Beispielsweise dass es dir wichtig ist Feedback zu bekommen und du auch Feedback geben möchtest, um eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zu gewährleisten und gemeinsam an den Zielen deines Kunden zu arbeiten.

Ich erwähne in den ersten Gesprächen immer, das ich dem Kunden helfe seine Ziele zu erreichen und ihm Aufgaben abnehme, damit er sich fokussieren kann. Doch das es auch um meiner Weiterentwicklung geht. Denn durch die Erfahrung, die ich mit dem Kunden sammle, will ich auch wachsen, etwas über mich lernen, über meine Arbeit und meine Leistungen. Mich weiterentwickeln. Ich erwähne auch, dass es für mich wichtig ist, Feedback zu erhalten, damit es eine erfolgreiche Zusammenarbeit wird und wir beide zufrieden sind. Und dass ich auch gerne Feedback gebe, damit meine Ideen und Erfahrungen ihm helfen. Denn ich will nur das Allerbeste für sein Business.

Überlege dir, was dir wichtig ist, vermittle es und setze es anschließend um.

Wenn du merkst, dass der Kunde es nicht positiv aufnimmt oder dich nicht so behandelt, wie du behandelt werden möchtest, lass es! Investiere die Zeit lieber in dich, um die richtigen Kunden anzuziehen und um den Kunden zu finden, der zu dir passt.

Das Erstgespräch ist allgemein eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit. Hier werden alle nötigen Fragen geklärt und Informationen ausgetauscht. Man sieht, ob man auf allen Ebenen miteinander arbeiten möchte und ob es zwischenmenschlich gut läuft.

Darum haben wir hier auch gleich mal einen kleinen Freebie für euch zusammengestellt.

Eine interaktive Checkliste, die du direkt während des Gespräches ausfüllen kannst, gleich am Computer im PDF, ohne Ausdruck oder Notizen aufs Papier schreiben zu müssen. Melde dich zum Newsletter an und schon bekommst du Zugang zu unserer Freebie-Seite, auf der es regelmäßig Neues gibt.

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